Die E-Mobilität wächst: Die Anzahl der Fahrzeuge selbst nimmt zu, damit auch die Lademöglichkeiten, aber woher kommt der Strom in ausreichender Menge? Diese Lücke schließt die ElectroFleet GmbH mit Sitz in Osnabrück. Bei einem Besuch haben sich unsere Themenmanager für Energie und Mobilität über das Geschäftsmodell informiert.

Als Energiedienstleister unterstützt das im Jahr 2021 gegründete Startup die Logistikbranche bei der Elektrifizierung – mit Ladeinfrastruktur, Photovoltaik-Anlagen und Batteriespeichersystemen. Das Ziel: Zugang zu hundertprozentig erneuerbarem Strom zum Festpreis für bessere Planungssicherheit.

Unsere Kollegen Dr. Oleksandr Gryshkov und Olexander Filevych fanden nicht nur das Geschäftsmodell spannend, sondern haben ebenfalls Bedarfe, Herausforderungen und die Vision des Unternehmens mit nach Hannover genommen. Große Herausforderungen sieht Geschäftsführer Mark Hellmann Regouby im Bereich Baugenehmigungen und Netzanbindung. Auch die Weiterentwicklung von Batterietechnologien, die den elektrischen Lkw-Verkehr wirtschaftlich und effizient machen sollen.

v.l.n.r. hinten: Issam al Mutawaly (COO), Stefan Schmitz (electrical Engineer Manaager), Dr. Oleksandr Gryshkov (Themenmanager Mobilität und Energie Niedersachsen.next), Hellmann Regouby (CEO und Gründer) v.l.n.r. vorne: Olexander Filevych (Themenmanager Mobilität Niedersachsen.next), Niklas Schwichtenberg (Chief of Staff & Business Development), Markus Völcker (Wirtschaftsförderung Osnabrück)

Der Standort Osnabrück bietet mit der guten infrastrukturellen Straßenanbindung, dem starken Mittelstand und der vielfältigen Logistikbranche als Kundenstamm beste Voraussetzungen für die Entwicklung transformativer Geschäftsmodelle mit Fokus auf Energie, so das Fazit der Niedersachsen.next Themenmanager.

Fachkräfte können von der naheliegenden Hochschule bzw. der Universität Osnabrück gewonnen werden. Zurzeit hat ElectroFleet etwa zehn Mitarbeitende, darunter Software-Entwickler, aber auch Portfolio-Manager, Business Developer und Ingenieure. Beeindruckend war auch, die Überwachung der Energieverbrauchs- und -erzeugungsdaten, z.B. von PV-Anlagen und Batteriespeichern zu sehen.

Den Besuch möglich gemacht und organisiert hatte Markus Völcker von der WFO Wirtschaftsförderung Osnabrück, deren Unterstützung die Macher von ElectroFleet sehr schätzen. Was das Unternehmen sich wünschen würde, ist „mehr Mut bei den Investitionen in innovative Unternehmen“. Das Geschäft mit volatilen Strompreisen erschwere es, Kredite in Anspruch zu nehmen. Daher investiert das Startup auch selbst mit eigenem „ElectroFleet Venture Fund“ in innovative Unternehmen.