Besseres Verständnis über die Batterie-Wertschöpfungskette und Regulatorik dank Battery Circularity Game: Wie setzt sich die effizient zusammenwirkende Batterie-Wertschöpfungskette zusammen? Wie sehen die aktuellen Batterie-relevanten Rahmenbedingungen aus? Wie funktionieren die Zusammenhänge zwischen einzelnen Stakeholder*innen entlang des gesamten Batterie-Kreislaufs? Können wir in Europa für unsere Batteriezellfertigung strategische Rohstoffe sichern und die Abhängigkeiten zu reduzieren?
Die Antworten lieferte der Batterie-Workshop „Battery legislations: mission possible“, der von Niedersachsen.next Automotive Agentur im Rahmen des vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie geförderten Projekts TraWeBa – Transformations-Hub Wertschöpfungskette Batterie am 4. November 2025 in Hannover ausgerichtet wurde. Als Side Event des Jahresnetzwerktreffens „Automotive in Motion“ gab der Workshop den idealen Raum für die praxisnahe Wissensvermittlung, aktiven Austausch sowie für eine begleitende Batterie-Ausstellung.

Diversifizierung der Partnerschaften durch internationale Zusammenarbeit
Es war von Anfang an spannend: Nach der Begrüßung und Vorstellung der Workshopziele durch (Technologiescout und) Themenmanager Dr. Oleksandr Gryshkov stellten sich die Teilnehmenden des Workshops in der Art „quick and dirty“ vor: Was sind meine Kompetenzen und Bedarfe? Einblicke in die internationale Zusammenarbeit gab danach Themenmanager Olexander Filevych. Er betonte die Wichtigkeit internationaler Partnerschaften für die Diversifizierung der Lieferketten. Dabei stand der Aufruf für die Zusammenarbeit mit dem kanadischen Ökosystem aus Südwest Ontario im Fokus, welches im Rahmen der Transantlantic EV Triangle Initiative ermöglicht wird

Rahmenbedingungen dominieren und mitbestimmen den Batterie-Markt
Die spanischen Gäste von der BAX Innovation Consulting S.L. trugen dem Erfolg des Workshops bei. Alaa Mostapha fasste die Batterie-relevanten regulatorischen Rahmenbedingen zusammen. Dabei war klar: Diese bestimmen nun die Wettbewerbsfähigkeit, vor allem in der technologisch anspruchsvollen Batteriezellfertigung und in der Sicherung kritischer Rohstoffe für die europäische Wertschöpfungskette. Die Teilnehmenden stellten fest: Der entsprechenden europäischen Batterie-Gesetzgebung fehle es an der Einheitlichkeit: auf nationaler Ebene gebe es Abweichungen in der Umsetzung entsprechender Rahmenbedingungen.

Klares Highlight des Tages – BAX Battery Circularity Game
Insbesondere das Battery Circularity Game, das von Maarten Buysse begleitet wurde, ermöglichte es, die Batterie-Rahmenbedingungen praxisnah zu vermitteln, Erfahrungen interaktiv zu sammeln und für eigene Geschäftsmodelle wichtige Erkenntnisse zu generieren. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer konnten für sich fremde Stakeholder-Rollen besetzen, um aus der eigenen „Komfortzone“ herauszukommen und somit eine andere Sicht auf die Wertschöpfungskette zu haben: für die Verhandlungen stand sogar eigene BAX-Währung „Ions“ zur Verfügung.


Interaktive Karte Batteriekompetenz in Niedersachsen für Deutschland und Europa
Im Anschluss an den Workshop konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Hauptevent Jahresnetzwerktreffen „Automotive in Motion“, mit der Unterstützung unseres Kollegen Luis Peters, die Batterie-Wertschöpfungskette in Niedersachsen interaktiv kennenlernen und dabei auf einen Blick wichtige Erkenntnisse generieren. Dabei war es möglich, nach unterschiedlichen Akteur*innen und Landkreisen zu filtern sowie potenzielle Partner*innen, Kund*innen oder Zulieferer*innen zu finden. Neue Akteur*innen konnten dabei direkt auf der Karte mit aufgenommen werden.

Eine spezielle Danksagung richten wir an Robert Mellinghoff von AES Akku Energie Systeme GmbH für die Zurverfügungstellung des Batteriespeicher-Exponats.

Bilder: Alexander Gerner/Niedersachsen.next Automotive Agentur, Dr. Oleksandr Gryshkov










